Nein sagen.
Abstand halten. Hilfe holen.
Eine einfache Sicherheitsregel für Situationen, in denen Kinder sich unwohl fühlen.

„Ein Fremder spricht mich an.“
Auf dem Weg wartet ein Kind kurz vor einem Geschäft. Eine unbekannte Person spricht es an und bittet es, mitzukommen. Das Kind erinnert sich an die Regel aus dem Training: Ich muss mit Fremden nicht mitgehen.
Es macht einen Schritt zurück, hält Abstand und sagt deutlich „Nein“. Es diskutiert nicht und geht in Richtung eines sicheren Ortes, an dem andere Erwachsene sind.
Danach erzählt das Kind einer vertrauten Person sofort, was passiert ist. Es hat nicht versucht, die Situation alleine „zu lösen“, sondern Abstand geschaffen und Hilfe geholt.
Abstand
Nicht näher herangehen und nicht mit einer unbekannten Person mitgehen.
Klar Nein sagen
Kurz, deutlich und laut genug sprechen. Keine langen Erklärungen nötig.
Weg & Hilfe
Zu einem sicheren Ort gehen und sofort eine vertraute erwachsene Person informieren.
+ Elternratgeber aufklappen
Eine wichtige Botschaft für Eltern
Kinder sollten nicht lernen, dass jeder unbekannte Mensch gefährlich ist. Sinnvoller sind klare Regeln: nicht mitgehen, keine geheimen Absprachen mit Fremden, Abstand halten und bei einem unguten Gefühl eine vertraute Person suchen.
Regeln konkret vereinbaren
Besprechen Sie mit Ihrem Kind, wer es abholen darf, welche sicheren Orte auf bekannten Wegen liegen und welche Erwachsenen es ansprechen kann, wenn es Hilfe braucht.
Keine Geheimnisse erzwingen lassen
Ihr Kind darf wissen: Wenn jemand verlangt, etwas vor den Eltern geheim zu halten und sich das komisch anfühlt, darf es immer darüber erzählen.
Wenn eine Situation bedrohlich wird
Weggehen und Hilfe holen hat Vorrang. Laut auf sich aufmerksam zu machen kann sinnvoll sein. Körperliche Techniken dienen ausschließlich dazu, sich aus einer unmittelbaren Gefahr zu lösen und Abstand zu gewinnen.
Was wir im Training fördern
Wir üben altersgerecht Wahrnehmung, Stimme, Abstand, einfache Entscheidungen und das sichere Aufsuchen von Hilfe – ohne Kindern unnötig Angst vor ihrer Umwelt zu machen.
