Wenn andere Kinder
immer wieder ärgern.
Eine kindgerechte Geschichte über Grenzen, Selbstvertrauen und Hilfe holen.

„Die anderen lachen über mich.“
Ein Kind erzählt seinem Trainer, dass es auf dem Schulhof immer wieder geärgert wird. Es möchte am liebsten gar nichts sagen, weil es Angst hat, dass alles noch schlimmer wird.
Der Trainer erklärt: Stark sein bedeutet nicht, sofort zu kämpfen. Erst einmal geht es darum, ruhig zu bleiben, aufrecht zu stehen und deutlich zu sagen, dass das Verhalten aufhören soll.
Im Training übt das Kind Stimme, Haltung und Abstand. Und es lernt etwas besonders Wichtiges: Wenn das Ärgern nicht aufhört, darf und soll es sich Hilfe bei einer vertrauten erwachsenen Person holen.
Erzählen
Das Kind spricht aus, was passiert ist – ohne sich dafür schämen zu müssen.
Haltung üben
Aufrecht stehen, Blick heben und mit klarer Stimme eine Grenze setzen.
Hilfe holen
Wenn die Situation weitergeht oder bedrohlich wird, sofort eine vertraute erwachsene Person einbeziehen.
+ Elternratgeber aufklappen
Was Eltern tun können
Hören Sie zunächst ruhig zu und nehmen Sie die Schilderung Ihres Kindes ernst. Vermeiden Sie vorschnelle Schuldzuweisungen oder den Rat, einfach „zurückzuschlagen“.
Gemeinsam konkrete Sätze üben
Kurze Sätze wie „Stopp. Lass das.“ oder „Ich möchte das nicht.“ können zu Hause in einer ruhigen Situation geübt werden. Entscheidend sind eine klare Stimme, Abstand und eine aufrechte Haltung.
Wann Erwachsene eingreifen sollten
Wenn das Verhalten wiederholt auftritt, Ihr Kind Angst entwickelt, verletzt oder bedroht wird, sollten Schule, Betreuung oder andere verantwortliche Erwachsene einbezogen werden. Körperliche Selbstverteidigung ist nur für Situationen gedacht, in denen ein Kind sich einer unmittelbaren Gefahr entziehen muss.
Was wir im Training fördern
Wir verbinden Elemente aus Karate, Kickboxen und Selbstverteidigung mit Übungen für Selbstbewusstsein, Aufmerksamkeit, Grenzen und sicheres Auftreten.
